Luna und das Wetter

(Nur die harten Zwerge werden Gartenzwerge)

 

 

Warum auch nicht?!

 

Warum nicht einfach mal über das Wetter schreiben und darüber, wie die kleine Prinzessin Luna das so sieht mit dem Wetter. Wir wissen ja nun, dass wir damit nicht so ganz alleine sind auf der Welt und, dass es auch in anderen Dörfern und Städten ab und an mal regnen tut.

 

Große und starke Schäferhunde zum Beispiel müssen bei jedem Wetter raus wollen – auch, wenn es draußen kalt ist und andauernd regnet. Natürlich haben meine Großen früher auch dumm geguckt, wenn’s im Regen raus ging – aber, wenn sie erst mal nass waren, dann war es ihnen auch wurscht. Eigentlich war ich nie auf den Gedanken gekommen, dass die frieren könnten – sich warm laufen war die Devise!

 

Meine Hunde von heute hingegen gründen jedes mal kurz vor der dunklen Jahreszeit eine gemeinsame Protestbewegung und fordern „Katzenklos in der Wohnung und beheizbare Regenmäntel für Kleinhunde“.

 

Wenn wir bei Regen rausgehen, nimmt Luna mir das persönlich übel. Sie schaut mich vorwurfsvoll an, als wenn sie sagen möchte: Du hast wieder extra lange gewartet, bis es richtig doll regnet! Was habe ich dir nur getan? Anfangs, wenn sie merkt, dass es losgeht, springt sie wie ein kleiner Irrwisch freudig durch die Wohnung und kann es kaum erwarten, bis ich endlich angezogen bin. Wenn die Haustür aufgeht, ist sie als erste draußen und bleibt schlagartig stehen, wie vor eine Mauer gelaufen. Alles nass, von unten und von oben – schon wieder – und alles , nur um sie zu ärgern – das habe ich extra gemacht, warum nur! Mit gequältem Blick, angelegten Ohren und im Schleichgang auf Zehenspitzen geht es dann, die nötigsten Geschäfte zu verrichten – alles nur, um möglichst schnell wieder reinzukommen.

 

Pinkeln auf nassem Rasen und davon einem nassen Popo zu kriegen ist eine Zumutung. Als wenn nicht die nassen Pfoten und der nasse Bauch schon ausreichen würden. Alles extra und aus Gemeinheit, nur um kleine Hunde zu ärgern.

 

Der kleine Hund ist mit seinem Bauch dem kalten Boden aber auch viel näher als ein Großer – ich denke, das spielt schon eine Rolle. Und, wenn das nasse Grass etwas höher steht, dann gibt’s nicht nur kalte Unterschenkel, sondern dann ist gleich der halbe Hund nass. Große Hunde und deren Leute kennen da nichts von und stehen oft etwas herablassend lächelnd daneben.

 

Hunde wie Luna haben auch wesentlich weniger Unterwolle, als die meisten großen Hunde. Sogar der Milow, der ja aus dem warmen Portugal kommt, ist von der Natur noch wesentlich besser eingepackt, als meine kleine Prinzessin. Ihr Bauch, der im Sommer komplett barfuss ist, wird im Winter mal gerade von einer dünnen Fellschicht bedeckt – ohne jede Unterwolle. Gerade so, dass man ihren Bauch etwas kraueln kann – kein bisschen mehr!

 

Bei Regenwetter dann auch noch Fahrrad zu fahren ist schlicht die Höhe! Überall Pfützen, um die man herumrennen muss  – oder die man mit einem riesigen Satz überspringen muss, nur um in der nächsten dann zu landen. Ein nasser Bauch bei Kälte ist ekelhaft. So toll wie Fahrradfahren und Rennen für Luna ist – nicht bei solch einem Wetter wie heute! Der einzige Vorteil ist, dass man sich warmlaufen kann – der einzige! Sind wir am Ziel angekommen, steht sie oft da, wie der sprichwörtliche begossene Jack Whippet – und das schlimmste ist, wir müssen ja auch wieder zurück. In solchen Momenten spiegelt sich in Lunas Augen das ganze Elend dieser Welt.

 

Und, wenn es dazu dann auch noch richtig kalt ist, dann stehen wir kurz vor dem Weltuntergang. Dann wird gezittert wie Espenlaub und manche Passanten sprechen mich an, wie ich dem armen kleinen Hund so etwas nur zumuten könne. Luna schaut die Leute dann besonders rührig an und möchte am liebsten sagen: Guckt nicht so blöd, bringt mir lieber eine Heizdecke! Die Kleine weiß natürlich ganz genau, was sie tun muss, um möglichst schnell wieder ins warme Bettchen zu kommen – kennt mich ja auch schon etwas länger!

 

Luna hat eine richtige Sammlung an Winterkleidung – gegen Kälte ohne Regen! Gegen Kälte mit Regen ist einfach kein Kraut gewachsen, alle Klamotten sind irgendwann feucht und dann wird’s nur noch kälter! Und gegen die Nässe von unten schützt erst recht nichts! Bei Kälte mit Regen hilft nur eines: drinnen bleiben und bei Bedarf aufs geforderte Katzenklo gehen – sagt Luna! Manchmal fragt sie mich, warum Hunde eigentlich keinen Winterschlaf halten dürfen – so von Oktober bis Anfang April? Vorher ordentlich mampfen und dann für ein halbes Jahr ab in die Pupsmuhle. Warum eigentlich nicht? Wäre vielleicht auch eine Option für mich!

 

Am besten gleich den Winter abschaffen und strafbewehrt verbieten – den Herbst auch. Frühling und Sommer könnte man dann ja entsprechend verlängern – zum Beispiel durch Einführung des 48-Stunden-Tages im Austausch mit der leidigen Sommerzeitregelung!

 

Früher war ja noch der Rocky da, der war groß und stark – vor allem groß war er  und Luna konnte sich bei Regen ganz toll unterstellen. Auf dem Hundeplatz sitzt sie bei Regen in der Regel unter der Bank, falls da noch Platz ist und nicht schon andere die gleiche Idee hatten. Deshalb brauchen wir bei Regen gar nicht erst da hin gehen. Milow ist auch nicht groß genug, um sich drunterstellen zu können – außerdem mag der Regen auch nicht, weil er ihn bisher kaum kennt, und sitzt auf dem Hundeplatz dann auch lieber unter der Bank herum. Manchmal laufen bei nasskaltem Wetter etliche Leute auf dem Platz herum, alle in perfekter Kleidung für eine Polarexpedition – und die Hunde hocken unter der Bank oder unter den Bäumen. Ich möchte dann gerne mal zuhören, wenn die sich über ihre Leute unterhalten – oder lieber nicht, denn ich bin ja ein Mitglied der Polarexpedition!

 

Wir gehen bei Regen und Kälte raus, um wieder rein zu können! Das ist eine tolle Sache – und, wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat, dann will man es auch gar nicht mehr anders haben. Und trotzdem sind wir absolute Outdoorfreaks, die jede Gelegenheit nutzen, die Welt da draußen zu erobern – es regnet ja nicht jeden Tag! Eigentlich ist es auch viel schlauer, bei Schietwetter drinnen zu bleiben, die nächsten Abenteuerreisen vorzubereiten und das zu verarbeiten, was man im letzten Sommer alles so erlebt und angestellt hat. Jetzt sitzen wir eben ein paar Monate hauptsächlich vor der warmen Heizung, halten unsere Pupsmuhlen (so heißen bei uns die Betten) warm und freuen uns auf den nächsten Frühling. Auch eine Art Winterschlaf – und voll in Ordnung!

 

Finden wir jedenfalls!!
 fb neu 6

Na, dann mal ran an die Tasten und einen Pfotenabdruck dagelassen!

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