Superpodilito … !

„Am fünften Tag machte Gott die wilden Tiere und das Vieh und alles, was auf dem Boden kriecht, alle die verschiedenen Arten. In der Nacht darauf wurde er nochmal wach und sah, dass es nicht gut geworden war.“ Genesis 1,25 var. H.Lunke

Als der liebe Gott nach dem fünften Tag nicht schlafen konnte,‭ ‬stand er mitten in der Nacht nochmal auf.‭ ‬Immerhin war es ein schwerer Tag für ihn gewesen,‭ ‬er hatte alle Tiere der Welt gemacht und das war ganz schön viel Arbeit.‭ ‬Soviel Arbeit,‭ ‬dass die Geschichte darüber sogar heute noch am Anfang eines uralten dicken Buches steht,‭ ‬das wohl jeder kennt.‭

Jedenfalls konnte er nicht schlafen,‭ ‬irgendetwas stimmte so nicht und er kam nicht drauf.‭ ‬Er lief gedankenverloren durch seine neue bunte Welt und grübelte‭ ‬-‭ ‬bis ihm der Hund,‭ ‬den er am Tag gemacht hatte,‭ ‬über den Weg lief.‭ ‬Er staunte mit seinen übermüdeten Augen nicht schlecht,‭ ‬guckte noch einmal genauer hin und stellte fest:‭ ‬Das muss anders‭! ‬Das geht besser‭! ‬Und er fing schlaftrunken nochmal von vorne an.‭ ‬Er machte die Beine länger,‭ ‬die Ohren größer und sowieso alles irgendwie schlanker und größer.‭ ‬Auf die Augen legte er dabei ganz besonderen Wert.‭ ‬Zum Schluß stopfte er eine besonders große Seele rein und legte noch ein paar Schippen Eigensinn‭  ‬drauf.‭ ‬Ganz nebenbei erfand er auch noch das Schmusen und das Kuscheln,‭ ‬welches er in sein neues Modell reichlich einbaute.‭ ‬Es sollte ja ein anderer und ganz besonderer Hund werden.‭

Endlich schlief der liebe Gott dann‭ ‬zufrieden und völlig übermüdet ein,‭ ‬nur um sich dann am nächsten Morgen schon wieder über sein Werk zu wundern.‭ ‬Da war er wohl doch zu müde gewesen und die Fantasie mit ihm reichlich spazieren gegangen.‭ ‬Was war das denn geworden,‭ ‬sogar ein paar zusätzliche Gelenke und Sprungfedern hatte er mit eingebaut,‭ ‬die vom Kängeroo-Bau und seinem alten Klappfahrrad noch übrig waren.‭ ‬Und die Nase hatte er aus dem Marzipan gemacht,‭ ‬das er sich für den Sonntag aufsparen wollte.‭ ‬In die riesigen Pommestüten-Ohren hatte er noch schnell Stöpsel gemacht,‭ ‬damit es nicht immer hinein regnet, aber leider konnte er jetzt nicht mehr so gut hören.‭ ‬Wie auch immer: Nun gab es keinen Weg mehr zurück, die Welt hatte einen Podengo und der hatte Stöpsel in den Ohren‭!

Das erste was der Podengo tat war:‭ ‬Er schaute den lieben Gott mit seinen großen gelben Augen an,‭ ‬bekam spontan Hunger und fragte:‭ ‬Wo ist mein Sofa‭? ‬Wo ist mein Mensch‭? ‬Dann rannte er weg,‭ ‬denn er hatte das Kaninchen hinten am Waldrand gesehen.‭ ‬Ein seltsames Geschöpf habe ich da gemacht,‭ ‬fand der liebe Gott,‭ ‬und er wusste echt nicht mehr,‭ ‬ob das an der großen Portion Eigensinn lag,‭ ‬oder ob er aus Versehen am Hirn gespart hatte.‭ ‬Er sollte auch nie dahinter kommen,‭ ‬denn der andere Hund war schon viel zu weit weggerannt,‭ ‬um ihn noch‭  ‬zurückrufen zu können.‭ ‬Shit happens und Mist passiert‭!

In der Nacht nach den fünften Tag schuf Gott den Podengo,‭ ‬weil er nicht schlafen konnte,‭ ‬und er hat es‭  ‬nie bereut,‭ ‬fast nie‭! ‬Ganz im Gegenteil,‭ ‬denn er setzte sich gleich am nächsten Tag hin,‭ ‬um für diesen Hund einen Hundemenschen,‭ ‬ganz viele Leckerlis und ein Sofa zu bauen.‭ ‬Er solle ja auch einen Grund haben,‭ ‬irgendwann mal wieder zurückzukommen.‭ ‬Aber das ist eine andere Geschichte,‭ ‬vor allem warum ihm das Sofa und die Leckerlis besser gelingen sollten als der Mensch!

Podenca Amy von Helga Eggertsberger

Foto: Podenca Amy von Helga Eggertsberger, Österreich


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