Lieber Mats, ich vermisse Dich … von Elke Weiler

Heute kommt nicht nur der Weihnachtsmann, heute kommt auch Meerbloggerin Elke Weiler und erfreut uns mit einer sehr rührenden Weihnachtsstory. Ihr Reisemagazin Meerblog – Slow trawel & seaside life ist immer eine Reise wert und wir freuen uns auf einen schönen Abschluss unserer Adventsreihe Wauzige Wuffnacht 2015. Wir wünschen Euch noch einmal viel Freude und gute Unterhaltung beim Lesen … und mit viel *wuff* und *maunz* ruhige und besinnliche Weihnachtstage!

Schon drei Jahre ist es her, dass du nach einem nächtlichen Ausflug einfach nicht zurückgekommen bist. Anfangs war ich dermaßen stinksauer, dass ich ständig nur geflucht habe:

Himmelschafundmeer!

Natürlich dachte ich, du würdest wiederkommen. Nach einem Tag, nach ein paar Tagen. Ich dachte, du brauchtest einfach mal Zeit für dich. Oder du hättest eine Freundin gefunden. Oder du wärst auf das ganz große Abenteuer aus. All das hätte ich kapiert, ein bisschen jedenfalls.

Als immer mehr Tage vergingen, ohne dass jemand am frühen Morgen vor der Tür stehend miaute, begann ich, mir hammermäßige Sorgen zu machen. Hatte dich eine der Höllenmaschinen erwischt, die mit nicht genehmigter Geschwindigkeit über unsere schöne Halbinsel bretterten? Schneller, als die Polizei erlaubte! Und das war immer noch ich, denn sonst kümmerte sich hier niemand um Geschwindigkeitsübertretungen.

Plötzlich hasste ich die Zweiräder noch mehr. Doch auch die Blechhöhlen verhielten sich nicht immer schafsköddelkorrekt.

IcMatsJannih konnte eine Beteiligung ihrerseits am potentiellen Verbrechen nicht ausschließen. Gemeinsam mit Janni – du weißt, dass er vor drei Jahren noch ein tüddeliger Hosenpisser war, dem ich mühsam beibringen musste, wo der Hase langlief – checkten wir jede verwertbare Spur nach dir.

Tag für Tag, monatelang. Nichts!

Madame et Monsieur verfassten Suchmeldungen und verteilten sie in der Nachbarschaft. Es gab Katzen, die dir ähnlich sahen, doch jede vermeintliche Fährte verlief sich im Sand des unendlichen Watts.

Du warst verschwunden. Nicht mehr da. Weg. Aber du weißt ja, wie reiseaffin Madame und ich sind! Die logische Schlussfolgerung: Du hast dich für unbestimmte Zeit auf Weltreise begeben. Stimmt’s, Digger? Ich schrieb dir ein paar öffentliche Zeilen auf Meerblog, die dich auch am Arsch der Welt noch erreichen konnten – vorausgesetzt, es gab WiFi.

Ich bat dich, wenigstens mal eine klitzekleine Karte zu diktieren. „Es geht mir gut!“, Pfotenabdruck, hätte wirklich gereicht.

Manchmal, wenn ich unterm Gebüsch im Garten sitze und sinnierend über die Fennen schaue, ungestört von Piepmätzen, Löffelträgern oder Wollknäueln, dann fällst du mir ein. Ich habe deine Technik immer bewundert, auch wenn ich mich anfangs so aufgeregt hatte! Leichtfüßig wie ein Affe klettertest du die Bäume hoch, und ich hatte keine Chance, bei diesen Abenteuern mitzumischen. Rein physisch hattest du jede Menge drauf, da blieb mir oft die Spucke weg. Ehrlich, ich habe dich heimlich bewundert! Ich wollte es nur nicht zugeben, du weißt schon.

Aber du gehörtest zu meinen Idolen, tust es immer noch.

MatsJuleDann kam der kleine Pupser in unser Leben und hat alles durcheinander gebracht. Janni vermisst dich übrigens auch. Aber ich mehr! Weißt du noch, wie wir morgens Nachlaufen gespielt haben? Über das komplette Oberdeck, einschließlich Madames et Monsieurs Koje? Heilige Ackergülle, waren die angepisst! Und wir hatten den Spaß unseres Lebens.

Also, was ich dir sagen will, Matsibaby: Es ist nie zu spät zurückzukommen. Auch nicht von einer Weltreise. Du weißt ja, die Lutscher feiern mal wieder das Fest der Liebe und hauen sich die Bäuche voll.

Egal, wo du bist, wir wünschen dir und allen Anderen ein schmackhaftes, nettes, gemütliches, verrücktes, wahnsinniges, außergewöhnliches, normales, ruhiges, banales, liebenswertes, kuscheliges, spannendes, hammermäßiges HÄPPY FRESSFEST!!

Dein Julchen

P.S.: Also komm‘ einfach zurück, egal wann! Wir werden dich ewig liebhaben, altes Löffelgesicht.

(Alle Rechte am Text und an den Fotos bei Elke Weiler)

Einige Wörter nicht verstanden? Nix norddeutsch? Dann aber los und Elkes Bücher lesen: Lunas und Milows Empfehlung für den Weihnachtswunschzettel – unbedingt!

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Na, dann mal ran an die Tasten und einen Pfotenabdruck dagelassen!

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