Mehr Liebe und ganz viele Gerüche … von Maximilian Pisacane

Heute schuppst für uns Maximilian Pisacane vom Hundeblog Gassireport das zweiundzwanzigste Türchen des Adventskalenders Wauzige Wuffnacht 2015 auf. Er liefert sich mit seinem Rüden und Chefredakteur Rico ein kleines ‘Wort-Battle’ über die Bedeutung von Weihnachten. Nicht nur für Hunde lesenswert … und wir wünschen eine gute Unterhaltung.

Ich glaube nicht, dass Rico die Bedeutung von Weihnachten kennt. Also die religiöse Bedeutung.

10836169_842355195827122_274657092_nWie soll ich ihm auch erklären, dass an dem Tag vor über 2000 Jahren jemand geboren wurde, der später dafür ans Kreuz genagelt wurde, weil er den Menschen sagte, dass es doch echt wuffig wäre, wenn sie zur Abwechslung nett zueinander wären. Religion ist wohl nichts für Hunde (zum Glück, religiös-fanatische Caniden will ich mir gar nicht vorstellen). Aber das Konzept der Nächstenliebe, Das versteht mein Hund sicherlich! Nicht kognitiv-intelektuell, dafür viel tiefer: instinktiv.

Und ja, er merkt, dass die Weihnachtszeit anders ist. Schon wegen der häufigen kuscheligen Abende. Das viele Zusammenliegen, Kraulen und Knibbeln genießt er geradezu.

Auch die vielen Treffen mit Freunden (mit und ohne Fell) genießt er. Schließlich kennt er seit seiner Welpenzeit unsere traditionelle Abfolge zu Weihnachten: Mittags treffen wir uns mit guten Freunden auf der Ratinger Straße, danach geht’s dann zur Familien lecker essen (und für Rico viele Streicheleinheiten von meiner Omi und meiner Mutter), nach dem Essen faul auf der Couch liegen (und verdauen) und Abends dann variiert je nachdem: entweder wir besuchen Freunde oder sie besuchen uns oder wir machen es uns alleine gemütlich.

10866760_854728467923128_1724979096_nDie beiden anderen Weihnachtsage verlaufen sogar noch gemütlicher, eigentlich lebe ich an den Tagen selber fast wie ein Hund: Aufstehen, Gassigehen, was essen, wieder was auf die Couch mit Hund, dann Mittags zur Familie (meist verbunden mit ‘nem Gassigang dorthin), wieder essen, danach nach Hause, wieder hinlegen mit Hund… Okay, ich schnüffel zwar nicht an den Hinterteilen irgendwelcher Menschen, die mir auf der Straße begegnen, aber der Tagesrythmus ist menschlich so basal, dass es ‘nem hündischen Tagesablauf sehr nahe kommt.

Jedenfalls bekommt durch die vielen Treffen mit Freunden und Familie und die kuscheligen Tage Rico viel Liebe – das zeigt sich bei ihm sogar wesentlich offensichtlicher als bei mir. Ich werde jedenfalls nicht so viel gestreichelt wie er, nicht einmal von meiner Mutter. (Mutsch, solltest du das hier lesen: Bitte nicht jetzt anfangen mich so viel zu streicheln!) Er mag vielleicht das philosophische Konzept von Liebe und Nächstenliebe nicht ganz intelektuell durchdringen, aber das tut dem Fühlen (und sichtlich auch Genießen) keinen Abruch.

Doch das Kuscheln alleine macht noch nicht den Unterschied, denn das machen wir immer mal wieder (wenngleich, vielleicht nicht sooooo viel wie an den Weihnachtstagen). Den Ausschlag geben die Gerüche:

Klar, was auch sonst bei einem Hund *schnauf*

Ahja, war ja klar, dass du dich wieder mal einmischst, Kleiner

Na hör mal, wir sind ein Team und ohne mich bist doch eh aufgeschmissen *anlehn*

So, meinst du?

Klar, Du würdest doch nicht die vielen Gerüche wahrnehmen. Durch mich bekommst die immerhin indirekt mit.

Ja, wenn ich so deine vibrierenden Nasenflügel beobachte, sehe wie du den Hals steckst. Denn aus jeder Weihnachstbude dringen andere Düfte: Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, Waffeln, Kartoffelpuffer, Glühwein, usw..

Bratwürste! *Vergiss die Bratwürste nicht! Und erst das schlabberleckere Weihnachtsessen! *schleck*

Ja, ich war mit der Aufzählung auch noch nicht fertig, Rico

Ich wollte nur nicht, dass du es vergisst *jawohlwuff*

Wie könnte ich? Du machst mich ja bei jeder Bude darauf aufmerksam. Ich freu mich jedenfalls auf die „Hunde-Tage“ zu Weihnachten mit dir!

Ich mich mit dir auch! *anlehn* Und wer weiß, vielleicht begreift ihr 2-Beiner ja irgendwann, wie toll es ist, nett zueinander zu sein – ohne, dass ihr dafür jemanden ans Kreuz nagelt!

Du kennst die Geschichte?

Naja, nicht bis ins Detail. Aber: Wir sind doch alles Geschöpfe eines Gottes! Egal wie ihr Menschen den auch nennen wollt.

Kleiner, du überraschst mich immer wieder!

Dafür bin ich doch da!

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10866760_854728467923128_1724979096_nPS: Bitte geht mit euren Hunden nicht auf den Weihnachtsmarkt, wenn es dort mega-voll ist! Und beobachtet sie genau, ob sie Stresssymptome zeigen! Rico ist da sehr gechillt, er kennt es ja; schließlich wuchs er in der vor Leben pulsierenden Altstadt auf. Aber jeder Hund ist anders! Bitte zwingt eure Hunde zu nichts und achtet auf sie!

(Alle Rechte am Text bei Maximilian Pisacane, alle Rechte an den Fotos bei Antje Hachmann)

Vielen lieben Dank an Maximilian Pisacane und seinen Rico für Euer kleines Wort-Battle und den schönen Text.

Morgen öffnet die Bestseller-Autorin Michaela Seul für uns das zweitletzte Türle unseres kleines literarischen Adventskalenders. Sie betreibt gemeinsam mit ihrer Hündin Miss Lomax das Hundeblog Flipper privat und wir freuen uns auf einen Artikel in dem es um ganz viel Liebe geht: Hunde schenken mehr als 1000 Worte …

Lunas Weihnachtsgeschichten gibt es jetzt auch als E-Book (mit ‚Klick‘ auf’s Cover) und bis Heiligabend 2015 zum Aktionspreis von 1,99 Euro! … Lest bitte auch unsere Buchankündigung in der Fabelschmiede!

5 Gedanken zu “Mehr Liebe und ganz viele Gerüche … von Maximilian Pisacane

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